Dieser Artikel ist der erste Teil einer dreiteiligen Serie über die Fünf Elemente aus der buddhistischen und taoistischen Tradition. Bevor wir über die Fünf Elemente sprechen, lassen Sie uns über die Leere sprechen, aus der sie entstehen.
Wenn Sie sich für die medizinischen oder spirituellen Traditionen des Fernen Ostens, Indiens, Chinas oder Japans interessieren, werden Sie auf den berühmten Begriff der „Leere“ stoßen. Je nach Text, Übersetzer und Kontext kann diese „Leere“ als „Vakuum“, „Abwesenheit von…“, „Nicht-Sein“ oder „Nichts“ bezeichnet werden. In ihrer ursprünglichen Sprache stehen all diese Begriffe für sehr unterschiedliche Gegebenheiten und Bedeutungen. Die Differenzierung dieser Unterschiede ist nicht nur eine Detailfrage.
In der buddhistischen Tradition des Mahayâna [1] warnte der große Weise und Gelehrte Nâgârjuna vor den Gefahren einer falschen Interpretation der Leerheit:
„Falsch verstandene Leere ruiniert den unintelligenten Menschen. Es ist wie eine ungeschickt gefangene Schlange oder ein schlecht ausgeführter Zauberspruch.“
In seinem berühmten Buch der Fünf Ringe schreibt Miyamoto Musashi im letzten Kapitel, das sich mit genau dieser Leere befasst: 「空」kû (jap.).
„Unter ‚Leere‘ verstehen wir die Auslöschung der Dinge und das Reich des Unbekannten (…) Im Allgemeinen ist die Vorstellung, die wir von ‚Leere‘ haben, falsch. Wenn wir etwas nicht verstehen, sehen wir es als ‚bedeutungslos‘ für uns an, aber es ist keine wirkliche Leere. Das ist alles eine Irreführung.“
Ich hoffe, Sie haben jetzt ein besseres Verständnis dafür, wie wichtig es ist, sich einer solchen Vorstellung mit Finesse und Genauigkeit zu nähern. Beginnend mit einem Zeichen: kōng,「空」 (chin.), schlage ich hier vor, dieses Wollknäuel zu entwirren, das ziemlich lang geheimnisvoll bleiben kann, wahres Gift für unseren westlichen Verstand. Dieser Faden wird uns einen Schlüssel zum Verständnis des Begriffs der Leere, des Raums, der Interaktion und der Begrenzung geben und uns im Gegenzug ermöglichen, die verschiedenen Geschmacksrichtungen rund um das, was wir „Leere“ nennen, leichter zu erfassen.
Der Einfachheit halber nennen wir es bei seinem chinesischen Namen: kōng. Beginnen wir wie immer mit einem Blick auf die Bestandteile des Zeichens: 空
Interpretation der Zeichen
Chin.: kōng – Jap.: sora ; a.ku ; munashii ; kû
Hinweis: Zwei Schlüsselelemente sind erwähnenswert.
Das Erste:
「穴」 Chinesisch: xue – Japanisch: ana; tsubo.
Xué bedeutet „Loch“, „Öffnung“ oder auch „Höhle“. Dies ist das gleiche Zeichen, das verwendet wird, um die sogenannten „Akupunkturpunkte“ zu bezeichnen. Im alten chinesischen Denken waren Akupunkturpunkte Hohlräume, die die interne und externe Kommunikation ermöglichten, indem sie die Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt aufrechterhielten und wiederherstellten. Sie sind der Zugang zu den unterirdischen Netzwerken der Mài 「脈」 Flüsse, die wie unterirdische Ströme tief im Körper fließen und Blut und Energie in allen Teile des Körpers zirkulieren lassen.
Das Zweite:
「工」 Chinesisch: gōng – Japanisch: kô; kû
Gōng ist ein sehr einfaches Zeichen, aber eines mit einer sehr alten und tiefgründigen Bedeutung; es ist wahrhaftig einer der Schlüssel zur chinesischen Zivilisation. Dieses Zeichen ist ein Piktogramm, das ein Winkelmaß darstellt, das Werkzeug der Bauarbeiter und Zimmerleute. Aus diesem Grund wird es allgemein als „Industrie-Kanji“ bezeichnet, da es mit allem, was wir bauen, auf vielfältige Art und Weise verbunden ist. Das Winkelmaß ist das Werkzeug der Erde schlechthin, dass es uns ermöglicht, rechte Winkel zu erzeugen und vertikale Linien zu zeichnen. Wie wir am Zeichen sehen können, ist die Vertikalität das, was Oben und Unten, Erde und Himmel verbindet. Das ist das Werk des Menschen, der aufrecht steht, und man könnte sagen, dass es die Essenz aller spirituellen Arbeit ist.

In den chinesischen Gründungsmythen finden wir Fuxi und Nüwa, das ursprüngliche Paar, umschlungen wie der Caduceus des Merkur, wobei der eine das Winkelmaß und die andere den Zirkel hält, die das Quadrat und den Kreis darstellen, Symbole der Wissens von Himmel und Erde. Bei diesem Paar ist das Winkelmaß das Symbol des Mannes: Fuxi, dem die Tradition auch das Bagua und die 64 Hexagramme zuschreibt. Diese 64 Hexagramme repräsentieren die 64 Stufen der Transformation vom Himmel (Qian) zur Erde (Kun), von Yang zu Yin. Aus diesem Grund hält Fuxi den Winkel, das das Wissen symbolisiert, das Himmel und Erde verbindet.
Deshalb findet sich das Zeichen des Winkelmaßes in der zu vollbringenden Arbeit, wie auch in allen Ausprägungen, die sich auf die Arbeit, auf das, woran gearbeitet wird, beziehen.
Um eine bessere Vorstellung zu bekommen, hier ein paar Beispiele:
「功」: Gōng (chin.) „abschließen, anhäufen, beherrschen“, das sich aus dem Winkel「工」 und der Stärke「力」 zusammensetzt. Dieses Zeichen findet sich im Kikô 「気功」, besser bekannt unter seinem chinesischen Namen Qi Gong, der daher mit „Qi-Arbeit“, „Qi-Aufbau“ oder „Qi-Meisterschaft“ übersetzt werden kann.
「巫」: Wū (chin.) ist das Zeichen der alten Schamanen der chinesischen Tradition, die Wū genannt wurden. Wir finden das Quadrat, das oben und unten verbindet「工」, sowie die Figur des verdoppelten Menschen「人」 zwischen Himmel und Erde. Dieses Wu「巫」 Schamanen-Symbol findet sich als Bestandteil im Ling「靈」 Zeichen, das mit „Seele“ übersetzt werden kann und die Qualität des Wunderbaren bezeichnet.
「肛」: Gāng (chin.). Meist bezieht sich dieser Begriff auf den Anus. Die Analyse des Zeichens sagt aber im weiteren Sinne etwas über das gesamte Verdauungssystem, das am Mund beginnt und am Anus endet. Wir finden das „Fleisch“-Kanji「月」, das den Körper bezeichnet, sowie unser „Winkelmaß“-Kanji「工」, das auf die Bewegungen zwischen oben und unten hinweist. Der Anus ist also in der Tat der Teil des Körpers, der das Oben mit dem Unten durch den Mund und das Verdauungssystem verbindet.
Bedeutung von Kōng 「空」
Durch unsere Analyse der Elemente haben wir gesehen, dass dieses Zeichen eine doppelte Bedeutung hat: einen Raum, eine Höhle oder eine Öffnung, die die Kommunikation zwischen dem Inneren und dem Äußeren, der Oberfläche und der Tiefe ermöglicht 「穴」, sowie die Vorstellung, dass Oben und Unten (Himmel und Erde) durch eine Tätigkeit, eine Arbeit, eine Meisterschaft verbunden sind.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass dieses Zeichen in einer der japanischen Lesarten (sora)「空」den Himmel bezeichnet: den blauen Himmel, den wir „atmosphärisch“ nennen [2]. Hier finden wir die Idee des Raumes und beginnen, die Vorstellung von Leere wahrzunehmen, die er repräsentiert. In diesem leeren Raum des Himmels findet der Austausch zwischen Oben und Unten, zwischen Himmel und Erde statt. In diesem Raum findet das Wirken der Elemente statt. Ohne diesen Raum kann es keine Bewegungen oder Transformationen geben, die dem Leben zuträglich sind.
In Indien finden wir folgende Begriffe: Leere「虚」, Abwesenheit「無」 und Raum「空」:

Kehren wir zu dieser Vorstellung von Leere und Raum zurück. Zu den vielen Bedeutungen von Kōng「空」 gehört auch die chinesische Übersetzung eines sehr wichtigen Konzepts aus Indien. Es stammt aus der buddhistischen Tradition: sunyata (शून्यता), was gemeinhin mit „Leere“ übersetzt wird. Das war unsere erste Frage: Was bedeutet Leere?
Zunächst muss eine klare Abgrenzung zu zwei Zeichen getroffen werden, die ähnliche Bedeutungen haben: Kyô「虚」 und Mu「無」 (japanische Lesungen).
- Kyô「虚」 ist der Gegenspieler von Jitsu「実」. Den Praktizierenden der Masunaga-Schule sind die Begriffe Leere und Fülle wohlbekannt als relative Bezeichnungen in Bezug auf einen Zustand der Leere oder energetischer Fülle, der in einer Körperregion, einem Meridian oder einem Punkt beobachtet wird. Weitere Informationen zu diesem Thema findet der Leser im Glossar der japanischen Begriffe (auf französisch).
- Mu「無」 bezieht sich auf „die Abwesenheit“. Es steht im Gegensatz zum Zeichen 「有」(U), das „haben“, „existieren“, „anwesend sein“ bedeutet. Mu「無」 bezeichnet also die Nichtexistenz eines Phänomens. Der Begriff des „Nicht-Handelns“ ist im taoistischen Denken weit verbreitet und wird mit eben diesem Zeichen geschrieben: Mu I 「無為」 (auf Japanisch), besser bekannt unter seinem chinesischen Namen: Wú Wéi.
Die Leere, die durch sunyata「空」 vermittelt wird, bedeutet daher weder einen Zustand relativer Leere noch die Abwesenheit von irgendetwas. Es meint eher, wie wir bei „sora“ gesehen haben, das den Himmel repräsentiert, eine aufnahmebereite Öffnung, in der Transformationen stattfinden können. Sunyata bezeichnet die Qualität eines Raumes, eines Gefäßes, eines Schmelztiegels, in dem die Kräfte des Himmels und der Erde kommunizieren und in dem die Transformation der fünf Bewegungen ablaufen kann ( Kō 工) . Etwas, das leer geworden ist, sich entleert hat, wird zu einem Behälter, einem Gefäß (Ki 器). Da es leer ist, ist es geeignet, etwas zu empfangen oder etwas in sich geschehen zu lassen. Die Bedeutung dieses letzten Zeichens (Ki 器) ist ein wesentlicher Aspekt unseres Überblicks über die Leere.

Leere in der orientalischen Medizin: 「空気」Kōng Qì
Kōng qì bezieht sich in der orientalischen Medizin auf das „Qi der Luft“, die Qualität des Qi aus der Atmosphäre, das von der Lunge aufgenommen und dann vom Körper umgewandelt wird, um sich mit dem Blut in den Gefäßen zu verbinden und das gesamte System zu versorgen: von den tiefen Gefäßströmen bis zu den kleinsten Kapillaren auf der Hautoberfläche.
Erinnern Sie sich, dass die Lunge für die Öffnung der Hautporen verantwortlich ist. Daher geschieht das Phänomen der Atmung sowohl durch die Öffnung der Nase, mit der sie verbunden ist, als auch durch diese unzähligen Öffnungen der Epidermis (kōng 空). Obwohl wir zwei Hauptatmungskanäle (Nase und Mund) haben, ist es der ganze Körper, der durch die Öffnungen in der Haut atmet.
In der chinesischen und indischen Tradition gibt es Atemübungen, bei denen genau durch diese Poren der Haut geatmet wird, wodurch diese erste Barriere zwischen Innen und Außen, die die Haut repräsentiert, noch feiner, ja sogar unmerklich wird. Durch die Haut zu atmen bedeutet, mit Raum zu atmen (kōng 空), bis zu dem Punkt, an dem man selbst zum Raum wird.

Leere in der japanischen Kultur: 「空気」Kû Ki
Die gleichen Zeichen, aber unterschiedliche Bedeutungen!
„Kû ki“ ist ein Begriff, der in der japanischen Kultur sehr präsent ist. Es ist schwer zu übersetzen und geht über die Vorstellung des physiologischen „Qi der Luft“ hinaus, das von der Lunge gesammelt wird. Kû ki bezieht sich eher auf die energetische Qualität dessen, was von einem Ort oder einer Person ausstrahlt, etwas, das wir als „Ambiente“ oder „Atmosphäre“ bezeichnen würden. Zum Beispiel, wenn Sie einen Raum betreten, egal ob bewohnt oder nicht, oder wenn Sie jemanden treffen. Kû ki ist also ein Gefühl, das wir in der Gegenwart von Raum, Jemandem oder Etwas erleben.
Im Japanischen gibt es einen Ausdruck: kû ki o yomu 「空気を読む」, was wörtlich „das Kû ki lesen“ bedeutet. Einer unbeholfenen Person, die zum Beispiel in einem ernsten Kontext Witze macht, jemandem gegenüber ein sensibles Thema erwähnt oder laut ist, wenn die Umgebung still ist, wird gesagt, dass sie „nicht weiß, wie man das Kû ki liest“, 「空気を読めない人」(kû ki wo yomenai hito). Zu wissen, wie man die Qualität der Umgebung wahrnimmt und angemessen reagiert, ist eine notwendige Fähigkeit in der japanischen Gesellschaft und den energetischen Künsten nicht fremd.
Mit anderen Worten, das Fühlen und Lesen des kû ki besteht darin, die Energie und Information (ki 気) wahrzunehmen, die in einem Raum (kû 空) entsteht. Im Wahrnehmen des Kû Ki hört der Praktizierende auf die Bewegung der Fünf Elemente sowie auf deren Veränderungen und Transformationen, wofür er oder sie zum Empfänger (Ki 器) werden muss.
„Die Schale ist nur nützlich, weil sie leer ist.“
Das Gefäß: 「器」Ki
Wir können sehen, wie bedeutsam Kōng「空」 für unsere klinische Praxis ist: Es bezieht sich auf jene höhlenartigen Öffnungen, die allgemein als „Akupunkturpunkte“ (xué 穴) bekannt sind, die Poren der Haut, die Energie und Bewegung, die mit dem Atmungsprozess verbunden sind, und eine spezifische Art, der Umgebung zuzuhören. Wenn wir uns die Wechselwirkungen zwischen Raum und Inhalt, Leere und Form ansehen, dann entsteht die Vorstellung eines Behälters oder Gefäßes, das geeignet ist, etwas zu empfangen.
„Die Schale ist nur nützlich, weil sie leer ist.“ So endet eine berühmte Zen-Geschichte. Es ist die Antwort, die ein Mönch einem Suchenden gibt, der, vollgefüllt mit Wissen, auf der Suche nach Antworten auf tausendundeine Frage ist. Dieser Ausdruck bedeutet, dass wir nur lernen können, indem wir uns zuerst selbst leer machen, zurückkehren zum leeren Ursprung des Gefäßes, dem einladenden Raum. Nur wenn wir völlig leer sind, können wir Informationen aufnehmen, die uns vorübergehend ausfüllen.
Kōng ist die Matrix, der Raum, in dem sich Formen manifestieren können. So wie die Schale den Inhalt willkommen heißt und ihn präsent sein lässt, ermöglicht die physische Form Xíng「形」dem Geist Shén「神」, darin zu wohnen und auszustrahlen. Durch den Raum erkennen wir Yin und Yang als die Dynamik von Himmel und Erde, die den Menschen durch ihren Austausch an die Oberfläche bringt.
„Im Himmel werden die Bilder (xiàng 象) offenbart. Auf der Erde werden die Formen (xíng 形) erfüllt. So kommt es zu Veränderungen und Transformationen.“ [3]
Die Schale ist also die physische Form, die Repräsentationen empfängt. Die dritte Wesenheit, der Mensch, ist das Gefäß des Austauschs zwischen dem Himmel-Erde-Paar, der körperlichen Form (xíng 形) und den immateriellen Bildern (xiàng 象). Dies ist das Gefäß (ki 器), in dem ihre Transformationen stattfinden. Unser berühmtes Schlüsselelement des Quadrats finden Sie in der alten Schreibweise des Gefäßes ki (器).

Zitieren wir Su Wen, Kapitel 68:
„Ohne die Erzeugung von Dingen und die Kraft der Transformation steht die Zeit still.
Der Kaiser sagt: Wie kann es keine Entstehung und Verwandlung geben?
Qibo antwortet: Wenn die Bewegungen des Hinausgehens und Eintretens gestört werden, dann erlöschen die Mechanismen des Shen und die Prozesse der Transformationen.
Wenn die Auf- und Abwärtsbewegungen aufhören, wird das Qi der Dinge, die aufrecht stehen, allein gelassen und ist in Gefahr.
Ohne die Bewegungen des Aus- und des Eintritts können also die Prozesse der Geburt, des Wachstums, des robusten Ausdrucks, des Alters und des Todes nicht stattfinden. (…)
Folglich können die Bewegungen des Auf- und Abstiegs, des Verlassens und des Eintritts nicht in greifbarer Form manifestiert werden, ohne dass ein Gefäß 「器」sie enthält.
Daher ist das Gefäß「器」 ein Kosmos in sich, was die Prozesse der Geburt und Transformation betrifft.
Wenn das Gefäß「器」 zerstreut ist, hören die verschiedenen Teile des Geburts- und Transformationsprozesses auf zu atmen.
Ohne die aus- und eingehenden Prozesse finden somit die Auf- und Abwärtsbewegungen in den Bäumen nicht mehr statt.“ [4]

Ebenso wird der Körper in buddhistischen oder taoistischen Traditionen oft als Gefäß「器」, Behälter, beschrieben.
„Mit dem Gefäß dieser menschlichen Existenz,
Befreie dich aus dem großen Strom des Schmerzes!
Da es schwer ist, es später wiederzufinden,
Narr, das ist keine Zeit zum Schlafen!“ [5]
Das Tao Te King, Kapitel 5, antwortet:
„Das Himmel-Erd-Intervall
Ist wie ein Blasebalg
Es leert sich, ohne zu ermüden
Wenn es aktiviert wird, will es wieder blasen.
Man redet, man redet, man vermutet endlos,
Es ist besser, das Zentrum zu bewahren.“
Nachdem wir all die verschiedenen Vorstellungen von Leere, ihre Beziehung zu Raum und Behälter untersucht haben, werden wir uns in unserem nächsten Artikel mit der Beziehung zwischen dem Zentrum und den anderen Elementen sowie mit der Dynamik der verschiedenen Bewegungen, die dort stattfinden, befassen. Mögen wir daran arbeiten (kong 工), diesen Raum in uns zu öffnen, um alle Transformationen zwischen Himmel und Erde willkommen zu heißen und zuzulassen.
Notizen
- [1] Mahayana bedeutet „Großes Fahrzeug“. Es unterscheidet sich von Theravada und Vajrayâna. Mahayâna kommt in Ostasien, in Tibet, China, Vietnam, Korea und Japan vor.
- [2] Im chinesischen Denken ist der atmosphärische Himmel vom kosmischen oder astronomischen Himmel zu unterscheiden, der mit dem Schriftzeichen Tian 「天」 beschrieben wird.
- [3] Xici, Der große Kommentar zum Buch der Wandlungen. Élisabeth Rochat de la Vallée, ‚Symphonie Corporelle‘ S.34, École Européenne d’Acupuncture.
- [4] Su Wen, Kapitel 68, Übersetzung von Jean Sylvain Prot. Restaurierung des kosmologischen Modells des Huang Di Nei Jing.
- [5] Bodhicaryavâtara, Kapitel 7: Beharrlichkeit, Strophe 14, Shantideva (8. Jh.), Übersetzung von La Vallée Poussin.
Bibliographie
- „Traité des Cinq Roues“ (Abhandlung über die fünf Räder), Miyamoto Musashi, Spiritualité Vivante, 2013.
- „Dictionnaire encyclopédique du Bouddhisme“ (Enzyklopädisches Wörterbuch des Buddhismus), Philippe Cornu, „Vacuité“ (Leere), Éditions du Seuil, 2006.
- „Bodhicaryavâtara“, Shantideva (685-763), Übersetzung von Louis de la Vallée Poussin, 1907.
- „Livre de la Voie et de la Vertu” (Buch vom Weg und von der Tugend), übersetzt von Claude Larre, Verlag Desclée de Brouwer, 2015.
- „Symphonie Corporelle“, Élisabeth Rochat de la Vallée, École Européenne d’Acupuncture. 1981.
- „Restauration du modèle cosmologique du Huang Di Nei Jing“ (Restaurierung des kosmologischen Modells des Huang Di Nei Jing), Jean Sylvain Prot, 2022-2023.
- „Dictionnaire étymologique des sinogrammes“ (Etymologisches Wörterbuch der Sinogramme, auf Japanisch)
- hanziyuan.net








